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Die Legende vom Meckern

Januar 4, 2007

 

Nach ausgiebigem Einteilen ist das neueste Zelda nun leider auch beendet.

Da ich es schon ein wenig vom Wii kannte, hab ich „nur“ 39 Stunden gebraucht. Letztlich war das Spiel sein Geld wert, ja. Und Spaß hat es auch gemacht, sonst hätten kleine Sessions à la „ich guck mal kurz rein“ nicht gleich mehrere Stunden Spielzeit verschlungen. Dennoch gibt´s genug Kritik…

Die Spielwelt ist groß. Das steht fest. Und im Kontrast zu den teilweisen N64-mäßigen Texturen stehen einige der besten Lichteffekte, die der Würfel je gesehen hat. Sowieso wird vor allem auf der Oberwelt-Ebene extrem viel Atmosphäre durch die Grafik geschaffen, mit den sehr sehenswerten Landschaften sowie den schicken Bauten im Hintergrund. Man kann sich gar nicht am Hylia See oder der dazu gehörigen Brücke satt sehen. Fein, fein!

Leider ist die große weite Welt einfach… leer! Hier und da gibt’s ein paar Höhlen, in denen man mit Glück ein Herzteil oder im Normalfall Geld findet oder man stößt auf die komischen Insekten oder Geister, aber das war´s. Leben existiert fernab von den auch nicht grade belebten Städten keines. Z. B. hätten die Programmierer noch ein paar Höhlen mehr integrieren können, in denen sich Leute eingenistet haben, die einem dann spezielle Items verkaufen, wie etwa einer ORDENTLICHEN 3. Rüstung, die man auch ohne vollen Geldsack anziehen kann oder die einem ein Monster-Schwert verticken, das alles und jeden einfach weg fetzt… Obwohl, das ist bei DEM Spiel nicht wirklich nötig. Bei OoT zogen gegen Ende normale Gegner bspw. 3 oder 4 Herzen mit einem Schlag ab, bei TP haut kein Gegner mehr als 1 Herzchen weg.

Aber noch mal zur Lebendigkeit: In Hyrule City kann man sich gar nicht via C-Stick umsehen und die Leute, die einem mehr im Weg stehen, als irgendwas zu bezwecken, erzählen auch nur unnötigen Müll. Sie sind regelrecht profillos und man nimmt sie gar nicht wirklich wahr. Wenn man noch mal an OoT zurück denkt: Da haben manche Leute wenigstens noch spezielle Tipps gegeben oder der Penner-Junge in Kakariko hat liebend gerne Käfer oder Fische angekauft. Das war jetzt zwar auch nicht DIE Erlösung, aber wenigstens konnte man mehr… TUN! Gut, Geldprobs sind bei TP das geringste Übel; man bekommt ohnehin viel zu viel davon und weiß früher oder später nicht mehr wohin damit. Bis zu einem gewissen Punkt kann man das Geld spenden, was auch entsprechend belohnt wird, aber vor allem gegen Ende MUSS man die rote Rüstung anziehen oder sich die Bombentaschen Köcher im Laden voll stopfen, damit im Portmonee noch etwas Platz ist.

Alles an TP wirkt irgendwie wie ein „Ansatz“. Aus so gut wie jedem im Spiel enthaltenen Element könnte man ein eigenes Spiel machen – soll heißen: Nichts wird wirklich ausgeschöpft. Zwar ist es gut, dass man die Items meist für 5 verschiedene Zwecke einsetzen kann, aber dies wird oft nur im aktuellen Dungeon benötigt. Dabei machen die Dungeons alle viel Spaß und die Rätsel können sich auch sehen lassen.

Ebenfalls nicht zu verachten sind die Linearität und die Wolf-Passagen. Man muss IMMER von A nach B gehen und hat storytechnisch absolut keine Wahl. Bei OoT konnte man sich aussuchen, ob man erst in den Feuer- oder den Wassertempel geht (genauso beim Wüsten-/Schattentempel), bei TP muss man die vorgegebene Reihenfolge ablaufen. Und das Einsammeln der weißen Tropfen als Wolf, was bewirkt, dass das Gebiet vom Schatten befreit wird, geht auch mehr auf den Keks als dass es Spaß bringt. Unverständlich find ich darüber hinaus, warum man nur 2 Buttons mit Items belegen kann. Midna hätte sich auch auf Steuerkreuz unten gefreut und somit wäre Z noch frei gewesen. So ist der Wii in dieser Hinsicht klar im Vorteil, weil man dort gleich 4 (!) Buttons zum Belegen hat.

Das alles IST verbesserungswürdig und regt den Spieler tierisch auf, aber das nur, weil das Spiel ansonsten einmal mehr bestätigt, warum man eins mit dem Spielen angefangen hat: Es macht einfach Spaß. Leider könnte es noch so viel besser sein…

Rating: 8/10

6 Kommentare

  1. ehrlich hör auf den murks in irgendwelchen foren zu verlinken. es gibt leute, die können schreiben und leute, die können es nicht. du gehörst zu letzterem…


  2. Amen, Jesus!


  3. … aber nur, um Mr. Heffer glücklich zu machen und alle anderen, werd ich mich zurück halten. Möge euch die Zugluft auf dem Olymp eine Lungenentzündung bescheren!


  4. Was ich tierisch langweilig fand, war das Meer in Wind Waker. Booah, was für ein Krampf immer von A nach B zu fahren.


  5. So, bin exakt einen Monat nach Kauf auch durch. Am Ende mit ca. 36 Stunden doch nicht so lang wie man im Vorfeld hörte, wo 50,60,70 h die Rede war. Muss aber auch sagen, dass ich nur wenige Sidequests gemacht hab und das Ding mit gerade mal 14 Herzen durchgespielt hab.

    Jetzt etwas entfernt betrachtet, nach dem klassischen „whoa“-Effekt der sich bei jedem neuen Zelda einschleicht, geb ich dir eigenlich recht. Mir würden da auch noch so einige Kritikpunkte einfallen. Z.b. kaum wo gelesen: die beknackte, direkte Sprungsteuerung. Find ich mittlerweile völlig veraltet. Es nervt einfach, wenn sich Link statt zu hüpfen lieber an der Kante festhält. Okami spielt sich da um Welten besser.

    Also ein neues Meisterwerk isses nicht, so bahnbrechend wie OOT auch nicht, aber… es hat einfach so gut wie keine ernsthafte Konkurrenz. Das waren wirklich 36 Stunden schöne Unterhaltung, mit GANZ wenig Streckung. Wenn ich da an WW denke!


  6. Rischtisch :)

    Okami… Hmm… Ps2, ne?



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